Garten-Räume

Um unseren Wunsch nach einem Erlebnis-Garten zu verwirklichen, haben wir unseren Garten am Haus in verschiedene Garten-Räume aufgeteilt, die auf drei verschieden hoch gelegenen Ebenen liegen.

 

Es gibt zwei schmale Hangflächen, einen Schreber- oder Bauerngarten, eine Wiese, eine Teichanlage mit Sumpfbeet, eine kleine Spielzone für die Kinder mehrere Sitzplätze und einen Feuerplatz. In Randlage befinden sich noch ein kleiner Geräteschuppen und ein Gartenhaus. Eine kompakte Wirtschaftszone für die Imkerei liegt etwas abseits. Alle Bereiche sind durch eine großzügige meist unbefestigte Wegeführung miteinander verbunden, denn vielleicht ist etwas daran an jener Einsicht: "Der Weg ist das Ziel."

Privater Gartenraum

Im Nutzgarten soll der zweckdienliche Anbau von Gemüse betrieben werden. Er wird in unserm Fall privat bewirtschaftet, ist also kein für jeden Projektteilnehmer zugänglicher Gartenbereich. Begeisterte Kleingärtner sind da sehr eigen. Mit Recht, denn in ihrer Arbeit steckt oft sehr viel „Seele“.

Im Wohngarten  kann es ähnlich sein, aber bei großer Sommerhitze jemandem einen schattigen Laubenplatz zu verweigern, fällt schon schwer.


Anders verhält es sich jedoch mit den Gartenflächen, die für unsere Kinderprogramme bereitstehen. Während die Kinder in einer Gartenecke ungezwungen spielen dürfen, soll in einer anderen die konzentrierte Beobachtung einzelner Tier- und Pflanzengemeinschaften möglich sein.

Trittsteine der Achtsamkeit

Die langen und geschwungenen Wege im Hang prägen nicht nur in besonderem Maße das Erscheinungsbild des Gartens, sie bekommen von uns auch eine besondere Aufgabe zugeteilt. Denn die Feldsteinmauern, die die Wege im Hang frei halten, bilden viele kleine Nischen und Pflanzinseln. So lassen sich kleine Minibiotope einbauen, die für das Natur-Erlebnis-Programm von www.baumbloghaus.de wichtig sind.

Auch liegende Steine und Bodenplatten sind Versteck und Zufluchtsort für viele Bewohner der Bodenoberfläche. Die meisten dieser Arten sind nachtaktiv und wohnen deshalb meist unbemerkt unter den Steinen. An einigen Stellen unseres Gartens haben wir aber Beobachtungsmöglichkeiten geschaffen.

 

Eine große Bedeutung in unserem "Naturgarten" haben auch die kleinen Ruheplätze von ganz unterschiedlicher Art, die über das Grundstück verteilt liegen. Sie werden durch viele fantasievolle „Trittsteine“ miteinander in Verbindung gebracht, von denen jeder eine bestimmte Wegsstrecke hin zur Achtsamkeit versinnbildlicht. Sie sind auch Beobachtungsstationen für Kinder oder "zauberhafte" Orte für die ganz Kleinen, an denen die Märchenspiele  stattfinden.

Erlebnisinseln für Kinder

Ein seht kleiner, aber interessanter Bereich des Gartengeländes ist der „Bienengarten“.  Er liegt in unmittelbarer Nähe des Wirtschaftsbereiches unserer Nebenerwerbsimkerei. Hier „wohnen“ nicht nur unsere „Gartenbienen“, zeitweise in einer großen „Schaubeute“, hier ist auch das Zuhause von „Hans Honigbär“, der in einer „Bienenburg“ lebt. Er kann mit seinem Puppentheater die Kinder in die „Wunderwelt der Bienen" entführen.

 

Große Anziehungskraft für Kinder hat auch unsere kleine Teichanlage mit einem künstlichen Bachlauf. Hier können die Kinder nämlich mit dem Fangnetz kleine Tiere fangen und betrachten. In der „Becherlupe“ kommt dann manches kleine Naturwunder ganz groß heraus. Auch kleine Wasserspiele sind hier möglich.

Fantasievolle Spielmöglichkeiten

Weil jeder Ausflug mit Kindern in die Gartenwelt einmal endet, darf ein kleiner Spielplatz im Kinder-Garten nicht fehlen. Er nimmt nur wenig Gartenfläche in Anspruch, weil er sehr kompakt eingerichtet ist. Er besteht im Wesentlichen aus einem großen Sandkasten, der als Piratenschiff gestaltet ist. Hier spielen gut beaufsichtigt die Kleinkinder. Hier können aber auch die größeren Kinder an Projekttagen als „Garten-Piraten“ wirken. Das tun sie dann natürlich im Rahmen des Programms, an dem sie teilnehmen. Ihr spielerisches Beobachten, Experimentieren und Gestalten muss am Ende dann belohnt werden. Deshalb gehört auch eine große Schatztruhe mit einem „Zauberschloss“ zur Einrichtung der Spielfläche.

Ein Platz für nachdenkliche Gespräche am Lagerfeuer

Um unsere Projekte in "familiärem Rahmen" gesellig ausklingen zu lassen, haben wir in einem kleinen Innenhof, der dem Haus angegliedert ist, einen Grill- und Feuerplatz angelegt. Hier zünden wir gerne ein Lagerfeuer an, um der Kontemplation in einer Gesprächsrunde einen Mittelpunkt zu geben.

Hier bietet unser Erlebnis-Garten den eher Introvertierten unter uns den Garten-Raum, in dem sie auf zurückgelehnte und dennoch philosophische Weise das Problem des glücklichen Lebens erörtern können.