Ökologische Bedeutung

Das Gelände am Kirrberg, ein Landschaftsteil im Hintertaunus, ist für die landwirtschaftliche Bewirtschaftung von geringem Wert, seine ökologische Bedeutung für das Kirrbergbach Tal ist jedoch gewaltig.

Besonderheit des Geländes

Das altdeutsche Wort „Kirr“ im Flurnamen bezeichnet loses Schiefergestein und verweist auf die Besonderheit des Geländes. Durch Geröll und starke Neigung am Hang gekennzeichnet und am oberen Ende eines kleinen Seitentals gelegen ist es an einen in losen Abschnitten gegliederten Bestand von Hecken-, Feld- und Ufergehölzen angebunden, der das ganze Tal vom Quellbereich des Kirrbachs bis zu dessen Mündung in die Weil durchzieht. Außerdem tangiert das Grundstück offene Feld- und Wiesenflächen sowie naturnahe Bachabschnitte

Andy Licious/flickr

Durch seinen schraubenförmigen Anstieg in die höchste Lage des Tales dreht es aus dem sonst vorherrschenden NO-SW Luftzug heraus und bietet dadurch verschiedene Kleinklimate neben verschiedenen Bodenbeschaffenheiten und Höhenlagen.

Verschiedenartige Lebensräume

Auf kleinster Fläche bietet das Gelände ganz verschiedenartige Lebensräume an, nämlich

  • verschiedene Feuchtgebiete,
  • eine kleine Streuobstwiese,
  • einen Trocken- und Magerstandort,
  • langgestreckte Natursteibiotope,
  • ein umfangreiches und vielfach gegliedertes Gehölz
  • und ein interessantes Fließgewässer.

Das Gelände ist aufgrund seiner Lage und Beschaffenheit dazu geeignet, eine Brückenfunktion zu anderen wertvollen Landschaftsteilen in dieser Region zu übernehmen. Es kann deshalb Pflanzen und Tieren in sonst isolierten Lebensgemeinschaften einen Austausch ermöglichen.

Hierin liegt seine große ökologische Bedeutung.