GEMEINSAMER TRAUM

Hier erfahren Sie den ganz persönlichen Hintergrund unserer Website. Und wir beschreiben unseren eigenen persönlichen Lebenstraum.

Der Traum von einem grünen Zuhause

Unmittelbar der Natur zu begegnen, aufmerksam von ihr zu lernen oder ihr durch die Anlage und Pflege von kleinen Biotopen behilflich zu sein, das war unser gemeinsamer Traum.

Es war der Traum von einem grünen Zuhause für uns zwei, für unsere Kinder – und für die Haselmäuse, die Grillen, die Feldhasen, die Fledermäuse und die vielen anderen Kreaturen, für die in der modernen ausgeräumten Kulturlandschaft kein Platz mehr ist.

Auf einem Flurstück von besonderem ökologischem Wert wollten wir ihn verwirklichen. Ein Rückzugsort sollte entstehen - für meine Frau und mich zur Inspiration, und für viele bedrohte Pflanzen und Tiere zum Überleben. So sammelten wir Feldsteine, pflanzten Obstbäume, legten Hecken an, leiteten Bachwasser in einen kleinen Teich, und wirkten sonst noch was alles. Hier sollte unser stilles Paradies entstehen.

Abenteuerspielplatz für Männer

Für mich entwickelte sich das große Freizeitgelände zu einem Abenteuerspielplatz für Männer. Hier konnte er sich beweisen, der harte Naturbursche, der mutige Holzfäller, der kundige Gartenbaumeister und der wissbegierige Forscher.

 

Hier konnte geplant, Material herangeschafft und mit lautem Werkzeug dem Wildwuchs begegnet werden. "Es gibt viel zu tun, packen wir's an!"

Falsch gestellte Lebensfragen

Und so drohte der Platz für unser stilles Eintauchen in die Schönheit der Natur zugestellt zu werden von manchen falsch gestellten Lebensfragen und vielen achtlosen Antworten meiner alltäglichen Betriebsamkeit.

 

 

 

Und die Bank, auf der wir beide zusammen sitzen und gemeinsam alt werden wollten, wurde viel zu wenig genutzt. Wird sie nun für immer leer bleiben?

Abschiedes-Ruf der Kraniche

Alle Jahre wieder fliegen sie in beeindruckender Formation über den „Kirrberg“, über unseren großen Landschaftsgarten. Auf meine Frau und mich wirkten die schrillen Schreie der Kraniche, die zu ihren Sommerquartieren zogen, stets wie ein Weckruf: Der Frühling nahte, bald würden wir wieder in unserem privaten „Naturschutzgebiet“ aktiv werden können - bis zum späten  Herbst, wenn sie auf dem Weg zu ihren Winterquartieren wieder über unseren Landschaftsgarten fliegen werden.

Die Raben krächzen den Herbstgesang

in kaltklarer Luft, mir wird so bang.

Die Kraniche schreien mir Abschied zu

auf dem Wege nach Süden – ich geh’ zur Ruh.

Alle Unruhe aus dieser hektischen Zeit

auf Erden lass ich hinter mir, weit.

Adelheid Natus

Als die letzten Kraniche in jenem Herbst auf ihrem Weg nach Süden den "Kirrberg" überflogen, schien ihr Ruf einen anderen Klang zu haben. Es war still geworden in unserem kleinen Paradies, denn meine Frau war inzwischen verstorben.

Eine Botschaft an mich

Du öffnest das Fenster.

Der Sommer duftet.

Lärmt fröhlich in Stadt und Land.

Weiße Wolkenberge driften unterm Himmelszelt

ins Nirgendwo.

Schwalben und Bienen bevölkern die Luft.

Wo sie wohnen,

bin ich in euren Herzen.

Adelheid Natus

 

Diese zarten Worte richtete meine Frau an alle, die sie liebte, kurz bevor sie uns nach langer Krankheit verlassen musste.
Sie hat das Gedicht in ihrem Nachlass so abgelegt, dass ich es sofort finden musste.

Die liebevollen und tröstenden Gedanken galten ihrer Familie und ihren Freunden. Das Gedicht enthielt aber auch eine Botschaft an mich persönlich. Diese verstand ich sofort. Sie wollte den Mann, den sie liebte, behutsam in eine Zukunft geleiten, in die sie nicht mitgehen konnte. Und ihre Botschaft an mich war klar: Verrate nicht unseren gemeinsamen Traum!

So werd’ ich gehen, ohne Spur im Staub,

vielleicht auf Nimmerwiedersehen.

An manchen Bäumen keimt neu nun das Laub –

ach, lasst uns lieber in der Welt bestehen.

Adelheid Natus

Der Mai soll kommen

Ja, liebes Herz, der Mai soll kommen. Aber deine Spur ist nicht verweht. Wir werden unseren Traum weiter träumen, so wie du es gewollt hast. Das Projekt www.baumbloghaus.de ist ein Beitrag dazu. Viele Menschen werden mit dir träumen. Und ich werde dabei sein – in der Welt, im Hier und Jetzt.

Die Kraniche werden wieder fliegen

Und die Kraniche?  Gilt ihr imposantes Flugbild nicht seit Generationen als Zeichen für Liebe und Treue? Die Kraniche werden bald wieder über den "Kirrberg" fliegen. Aber ihr Ruf wird hoffnungsvoller klingen. Denn sie werden unser Anliegen in die Welt tragen.

Kranich, fliege in die Weite

und trage Hoffnung in die Welt,

dass mehr Achtsamkeit uns leite

und nicht die Gier nach Macht und Geld.

Dieter Natus

Wenn Du die Kraniche hörst

Nach dem Tod von Adelheid Natus öffnen wir unser "Stilles Paradies" für die Projekte von www.baumbloghaus.de.

Naturbegeisterte Menschen jeden Alters, die den Ruf der Kraniche vernommen haben, können sich hier in privatem Rahmen treffen und ...

  • mit Tatkraft den Traum von einer günen Inser der Hoffnung in unserer Kulturlandschaft weiter träumen,
  • ökologische Zusammenhänge studieren,
  • Naturschutz-Strategien diskutieren und umsetzen
  • oder auch "nur" die stille Natur genießen und achtsames Verhalten einüben.

"Kommt!“, sagen die Haselmäuse, Grillen, Feldhasen und Fledermäuse, "Ja, kommt“, sagen Schwalben und Bienen auch, „lasst uns in der Welt bestehen". Unsere Gemeinsamer Traum soll lebendig bleiben.